Die größten Schlager der 60er – Folge 3 – Schlager Weihnachts Party

Die größten Schlager - Folge 3 - Schlager Weihnachts Party - Titel

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Beschreibung

Bärbel Wachholz
Bärbel Wachholz nahm insgesamt 40 Singles und zwei LPs auf. Sie wurde zu einer der populärsten Schlagersängerinnen der DDR, die neben zahlreichen Auftritten in Fernsehen und Rundfunk in den Jahren 1962 bis 1969 auch mit zwei eigenen Bühnenshows auf Tournee ging. Darüber hinaus gab sie Gastspiele in Frankreich, den Niederlanden und in den osteuropäischen Staaten. 1962 siegte sie beim ersten Internationalen Schlagerfestival der Ostseeländer in Rostock und wurde noch im gleichen Jahr mit dem Kunstpreis der DDR ausgezeichnet.

Günter Geißler
Im Jahr 1959 hatte Günter Geißler mit „Gitarren klingen leise durch die Nacht“ einen ersten Hit. Dieser Schlager wurde auch in der Bundesrepublik ein großer Erfolg und sogar der Titelsong eines gleichnamigen Kino-Films – allerdings wurde die BRD-Version nicht von ihm interpretiert, sondern von Jimmy Makulis. Zu seinen weiteren bekannten Hits gehören Titel wie „Marina“ (1960), „Die Primaballerina meiner Träume“ (1963) und „Ein verliebter Gondoliere“ (1963). Den Titel „Das schönste Mädchen der Welt“ hat Günter Geißler nicht nur gesungen, sondern auch komponiert und getextet. Der Schlager wurde auch international populär und u. a. der erste Hit für den westdeutschen Sänger Peter Orloff. In den 1970er und 1980er Jahren war Geißler auf zahlreichen Bühnen zu Gast und trat in den großen Unterhaltungsshows des DDR-Fernsehens wie „Amiga-Cocktail“, „Ein Kessel Buntes“ oder „Da liegt Musike drin“ auf.

Heidi Brühl
1959 schickte Heidi Brühls Vater ein Demoband seiner Tochter zur Plattenfirma Philips, die nach weiteren Probeaufnahmen einen Plattenvertrag mit ihr abschloss. Bereits im August 1959 kam Brühls erste Soloplatte „Chico Chico Charlie“ in die deutschen Hitparaden, wo sie bis zum fünften Platz aufstieg. Bis 1967 konnte sie zwölf weitere Titel in den deutschen Hitlisten platzieren. Den größten Erfolg erreichte Heidi Brühl mit dem Titel „Wir wollen niemals auseinandergehn“ von Michael Jary. Mit diesem Lied trat sie in der Schlagerparade, der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix Eurovision 1960 an, landete aber hinter Wyn Hoop nur auf Platz 2. In der Folgezeit widmete sie sich dem Musical. Sie spielte und sang vor allem in „Annie Get Your Gun“ von Irving Berlin.

Hazy Osterwald Sextett
Ihre erste Single bei Polydor erschien im Oktober 1959 und wurde gleich zum Hit: der „Kriminal Tango“. Es handelte sich um eine Coverversion des italienischen Originals von Piero Trombetta, der die Musik zu dem italienischen Text „Kriminal Tango“ von Aldo Locatelli schrieb. Der deutsche Text wurde nach einigem Widerstand seitens der Band von Kurt Feltz geschrieben und von Heinz Gietz produziert und arrangiert. Während das Original in der italienischen Hitparade einen achten Platz erreichte, kam Osterwalds Version bis auf Rang Eins in der schweizerischen, österreichischen und deutschen Hitparade, wo sie drei Wochen geblieben ist. „Der Konjunktur ChaChaCha“ war ihr größter Erfolg.

Hartmut Eichler
Von 1963 bis 1964 gehörte er dem Erich-Weinert-Ensemble an, der Musik-, Tanz,- und Theatergruppe der Nationalen Volksarmee der DDR. Zahlreiche Fernsehauftritte folgten bei „Klock 8“, „achtern Strom“, einer maritimen Musiksendung, in der Rostocker „Hafenbar“. Dort stellte er den Titel „Was die Sommersonne kann“ vor, der kurze Zeit später mit ihm im Westen beim Plattenlabel Polydor produziert wurde. Hartmut Eichler hatte in namhaften Fernseh- und Radiosendungen der DDR regelmäßige Auftritte. Mit seinem fröhlichen und gewinnenden Auftreten erlangte er viele Sympathien und wurde so schnell national und international populär. Eichler sang über 150 Schlager und studierte später sogar einige Semester Bildende Kunst an der Kunsthochschule Weißensee. Einen letzten Bühnenauftritt hatte er im Jahre 2006.

Die Kolibris
Besetzung 1959: Luci Rosenberg, Rose Rezac, Anita Bauer-Steinhöfel, Eva Klein. Der beim Deutschlandsender angestellte Musikredakteur Rudolf Manfred Klein gründete 1958 das Damen-Gesangsquartett „Kolibris“. Diese Gruppe sang in wechselnder Besetzung bis Anfang der 70-er Jahre zahlreiche Lieder im Background und auch solo ein. Ihren Einstand beim Fernsehen gab das Quartett in der Veranstaltung „Die Goldene Note“ 1959 mit dem Titel „Das ist Berliner Tempo“. Zeitweise sangen auch bei den Kolibris: Ruth Brandin, Monika Grimm, Sigrid Schultz, Rita Norbey, Heidi Much, Eva-Maria Bauer, Ina Martell.

Gitte
Nils Nobach entdeckte sie 1960 für den deutschen Schlagermarkt und vermittelte ihr einen Plattenvertrag mit Electrola. Nach zunächst mäßigem Erfolg gewann sie die Deutschen Schlager-Festspiele in Baden-Baden mit dem Titel „Ich will ’nen Cowboy als Mann“, der dann auch ein Nr. 1-Hit in Deutschland wurde. In der Folgezeit trat Gitte meist zusammen mit dem Schlagersänger Rex Gildo auf. Sie waren Mitte der 1960er Jahre das beliebteste Duo auf dem deutschen Schlagermarkt. Mit „Vom Stadtpark die Laternen“ hatte sie 1963 noch einen weiteren Nummer-eins-Hit. Das Duo Gitte/Rex Gildo platzierte bis 1965 sechs weitere Singles. Die erfolgreichsten waren „Jetzt dreht die Welt sich nur um dich“ und „Zwei auf einer Bank“. Auch veröffentlichte Gitte Solo-Singles in deutscher, dänischer und schwedischer Sprache, die zumeist im oberen Mittelfeld der Hitparaden auftauchten.

Lolita
Mit ihrem ersten Schlager „Weißer Holunder“ war sie 1957 auch in dem gleichnamigen Film zu sehen und konnte noch im selben Jahr mit „Der weiße Mond von Maratonga“ den zweiten Platz der deutschen Hitparade belegen. 1960 hatte sie einen großen Erfolg mit „Seemann (deine Heimat ist das Meer)“, geschrieben von Werner Scharfenberger und Fini Busch, womit sie in den deutschen Charts Platz zwei und in den USA unter dem Titel „Sailor“ Platz fünf erreichte. Das war die erste hauptsächlich deutschsprachige Single, der dies gelang. Insgesamt wurden über zwei Millionen Schallplatten dieses Titels verkauft, der selbst in die japanische Hitparaden gelangte. Sie erhielt dafür eine Goldene Schallplatte. Alle ihre Platten, die meist Fernweh/Heimweh zum Inhalt hatten, nahm sie beim Plattenlabel Polydor auf. Mehrmals war sie auch in Spielfilmen zu sehen, wo sie ihre Lieder präsentierte.

Heidi Kempa
Nach ihrer Schulzeit erlernte sie in Hennigsdorf den Beruf eines Industriekaufmanns und arbeitete in der Kulturgruppe des Stahlwerkes mit. Dort trat sie 1960 erfolgreich in Heinz Quermanns „Herzklopfen kostenlos“ auf. Bei zwei weiteren Auftritten in dieser Sendereihe gefiel sie mit „Der große Fluss“ und „Liebe mich“. Zum Schlager kam sie über die Bewegung „Junge Talente“, wobei sie 1961 sowohl beim Kreis-, als auch beim Bezirksausscheid Platz 1 belegte und erfolgreich am DDR-Ausscheid teilnahm. Klaus Hugo schrieb ihr 1962 den Titel „Roter Mohn wird wieder blüh ́n“, mit dem sie Spitzenplätze in den DDR-Hitparaden belegte und der auch bei AMIGA erschien. Das Publikum honorierte ihre Erfolge und Heidi Kempa bekam im gleichen Jahr das „Goldene Mikrofon“ als beliebteste Interpretin. Im Funk und Fernsehen und auf Tourneen in allen Teilen der Republik war sie seit langem präsent. Gastspiele führten sie nach Bulgarien, Polen, die UdSSR und nach Jugoslawien.

Peter Wieland
Als Musikpädagoge unterrichtete er seit 1966 die junge Dagmar Frederic. Später traten beide im Duett auf und waren von 1977 bis 1983 auch miteinander verheiratet. 1979 präsentierten Frederic und Wieland den „Kessel Buntes“ des DDR-Fernsehens. Beide erhielten am 6. Oktober 1981 als Kollektiv den Nationalpreis der DDR aus den Händen von Erich Honecker. Nach der Wende hatte er weiterhin Fernsehauftritte bei den „Sommermelodien“ (ARD), der „Operettengala der Elblandfestspiele Wittenberge“ und bei „Weihnachten bei uns im MDR“. Wieland tritt noch gelegentlich als Sänger auf, unter anderem mit seinem Programm „Peter Wieland – hautnah“. Außerdem hat er ein erneutes Engagement in Flensburg am Theater und er wirkte 1992 für einige Episoden in der Daily-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ als Walter Bornat, der Verlobte von Helga Markmann (Nora Bendig), mit.

Ivo Robic
Erster Plattenvertrag in Deutschland 1958. Die Initiative ging von Robics Frau aus, die Demobänder an verschiedene deutsche Plattenfirmen schickte. Als einzige zeigte Polydor Interesse und lud Robic zu Probeaufnahmen ein. Im Mai 1959 wurde die erste Robic-Single mit den Titeln „Morgen“ und „Ay, ayay Paloma“ auf den Markt gebracht. Produzent war Bert Kämpfert, der Robic auch in den Folgejahren betreute. Den Titel „Morgen“ hatte Peter Moesser komponiert. „Morgen“ wurde zu einem Welterfolg. Zwar erreichte er in Deutschland nur Platz zwei in der Notierung des Fachblattes Musikmarkt, wurde aber mit der Platin-Schallplatte ausgezeichnet und erhielt von Radio Luxemburg den Bronzenen Löwen. Sein größter Erfolg war aber „Mit 17 fängt das Leben erst an“, die deutsche Version von „Save The Last Dance For Me“.

Siw Malmkvist
Mit 19 Jahren besang Siw in Schweden die ersten Schallplatten und hatte bereits im Debütjahr mit dem Lied „Augustin“ einen großen Erfolg, denn dieser Titel wurde mit der Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Mit „Augustin“ startete ihre Plattenfirma Metronome Records auch Siws Karriere in Deutschland. Der Titel „Danke für die Blumen“ wurde im Sommer 1960 ihr erster Hitparadenerfolg, und im selben Jahr war sie auch zum ersten Mal in dem dänischen Film „Verliebt in Kopenhagen“ im deutschen Kino zu sehen. 1964 gewann sie bei den deutschen Schlagerfestspielen mit dem Titel „Liebeskummer lohnt sich nicht“. Dieses millionenfach verkaufte Lied von Christian Bruhn belegte 1964 für zwölf Wochen den ersten Platz der deutschen Verkaufshitparade und brachte ihr eine Goldene Schallplatte ein.

Jenny Petra & Gerd Natschinski Orchester
Ihre Ausbildung erhielt sie Mitte der 1950er Jahre an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Ost-Berlin. Da sie die erste Schlagersängerin an der Hochschule war, benötigte sie dafür eine Genehmigung des Zentralkomitees der SED. Sie war neben Helga Brauer und Bärbel Wachholz in den 1950er- und 1960er-Jahren eine der bekanntesten Schlagersängerinnen der DDR und wirkte auch in dem 1962 im DDR-Fernsehen gezeigten Musical „Was halten Sie von Musik?“ mit. 1963 beendete Jenny Petra ihre Karriere als Schlagersängerin und arbeitete bis 1994 an der Hochschule als Dozentin für Gesang.

Helga Brauer
Am 11. November 1954 hatte Helga Brauer in der Leipziger Messehalle 2 ihren ersten öffentlichen Auftritt. Es folgten weitere Auftritte und Gastspiele mit dem Orchester Helmut Opel, u. a. in der Schweiz. Im März 1956 bestand sie eine „Mikrophonprobe“ beim Rundfunk der DDR und trat wenig später erstmals mit dem Rundfunktanzorchester Leipzig, damals unter der Leitung von Kurt Henkels, auf. Noch im gleichen Jahr folgten die ersten Rundfunkaufnahmen, und auch die Plattenfirma Amiga bot im Sommer 1956 einen halbjährigen Ausbildungsvertrag an. Dem folgte 1957 ein Exklusivvertrag und die Aufnahme der ersten Single. Ein Jahr später gelang Helga Brauer mit „Heute spielt der Konstantin Klavier“ der erste Nummer-eins-Hit in den DDR-Schlager-Ranglisten. 1959 wurde sie auserkoren, mit „Heute tanzen alle jungen Leute“ den Modetanz „Lipsi“ populär zu machen, und für „Mister Brown aus USA“ – ebenfalls ein „Lipsi“ – erhielt sie im selben Jahr die „Goldene Note“ beim gleichnamigen Tanzmusik-Festival.

Sascha Distel
Ab 1958 sang er Chansons. Einem breiteren Publikum wurde er mit Erfolgen wie „Raindrops Keep Falling On My Head (Toute la pluie tombe sur moi)“ und „Scoubidou (Les scoubidous, 1958)“ bekannt. Beliebt waren auch „La belle vie“ und „Le soleil de ma vie“, das er im Duett mit Brigitte Bardot sang, mit der er eine einjährige Beziehung hatte. Auch in Deutschland errang er als einer von wenigen französischsprachigen Sängern mehrfach die Goldene Schallplatte. Ab 1962 eroberten Lieder wie „Adios Amigo“, „Der Platz neben mir“, „Die Frau mit dem einsamen Herzen“, „Frauen und Rosen“, „Ein Frauenfreund“ und „Unverstanden“ obere Plätze in den diversen Hitparaden der Radiosender. Mit „Adios Amigo“ trat Distel auch in dem 1963 erschienenen Schlagerfilm „Sing, aber spiel nicht mit mir“ auf.

Charles Aznavour
Aznavour gehört seit weit über einem halben Jahrhundert zu den herausragenden Persönlichkeiten des französischen Chansons. Der Durchbruch gelang ihm 1946, als Édith Piaf auf ihn aufmerksam wurde und ihn auf eine Tournee durch Frankreich und die Vereinigten Staaten mitnahm. Aznavour hat über tausend Chansons geschrieben und sie in fünf Sprachen interpretiert (darunter auch Deutsch, in der Übertragung von Ernst Bader, Walter Brandin, Michael Kunze und Jacky Dreksler). Die deutsch gesungene CD „Das Beste auf Deutsch“ erschien 2004 beim Label EMI. Im Laufe der Jahre sind über hundert Schallplatten entstanden. Er gilt als der international bekannteste französische Sänger.

Ruth Brandin & die 4 Collins
Im Januar 1958 sang sie bei AMIGA vor und erhielt einen Fördervertrag. Im August 1959 begann Ruth Brandin eine Ausbildung am Nachwuchsstudio des Berliner Rundfunks. Gleichzeitig wurde sie Mitglied des Damenquartetts „Die Kolibris“, einer Gesangsgruppe, die vornehmlich für Backgroundaufgaben eingesetzt wurde. Bevor sie ihre solistische Karriere startete, sang sie zunächst im Duett mit ihrer Schwester Christa (Künstlername Evelyn). Sie nannten sich „Ruth & Evelyn“ und produzierten bei Amiga die Titel „Bist du allein“ und „Niemand ist wie du“. Ihre erste Solo-Platte „Das kann der Mann für’s Leben sein“ wurde nicht veröffentlicht, da sich der Komponist, Reimer Mierke, in den Westen abgesetzt hatte. Erst fünf Jahre später erschien die Single in einer Neuaufnahme unter dem Komponisten-Pseudonym Harald Jürgen. Ab Juni 1963 war Ruth Brandin mit großem Erfolg als Solistin tätig. Einige ihrer Hits waren „Das alles lieb ich so an dir“, „Das Lied vom alten Plattenschrank“ (mit Monika Grimm), „Papagei-Twist“, „Mich hat noch keiner beim Twist geküßt“, „Red nicht über die Liebe“, „Aus Apfelkernen und Nudelsternen“, „Bleib bis morgen“ und „Parken verboten“.

Margot Eskens
Die gelernte Zahnarzthelferin Margot Eskens nahm 1954 als Sängerin an einem Polydor-Nachwuchswettbewerb teil, den sie mit dem Titel „Moulin Rouge“ gewann. Das brachte ihr einen Plattenvertrag bei Polydor ein und bedeutete schnellen Erfolg auf dem Musikmarkt. Bereits im Oktober 1955 wurde sie mit der Aufnahme „Ich möchte heut ausgehn“ in der deutschen
Schlagerparade erstmals notiert und kam bis auf den dritten Platz. In den Jahren 1956 und 1957 konnte sie mit den beiden Nummer-1-Titeln „Tiritomba“, der sich über 800.000 mal verkaufte, und „Cindy, Oh Cindy“ ihre größten Erfolge feiern. Auch mehrere Duette mit Silvio Francesco kamen gut beim Publikum an. Am häufigsten verkaufte sich die Platte der beiden mit dem Titel „Mondschein-Partie“ im Jahre 1959. Aber auch mit René Carol, Willy Hagara, Udo Jürgens, Will Brandes und Peter Alexander nahm sie erfolgreiche Titel auf.

Manfred Krug
Ab 1957 trat Krug im Kino und Fernsehen der DDR auf. Im Jahr 1960 übernahm er eine Rolle in dem erfolgreichen Film „Fünf Patronenhülsen“ von Frank Beyer. Der Film „Spur der Steine“ unter der Regie von Frank Beyer fiel der Zensur zum Opfer. Der Film wurde nach drei Tagen aus den Kinos genommen und konnte in der DDR erst während der Wendezeit 1989 wieder gezeigt werden. Manfred Krug war in der DDR auch als Jazz-Sänger populär. 1970 besetzte ihn Walter Felsenstein an der Komischen Oper Berlin als Sporting Life in George Gershwins Oper „Porgy and Bess“ (Regie: Götz Friedrich). Ab 1971 veröffentlichte Krug zusammen mit dem Komponisten Günther Fischer mehrere Langspielplatten, auf denen er anspruchsvolle, kunstvoll arrangierte Schlager und Chansons sang. Die Texte schrieb er unter dem Pseudonym Clemens Kerber selbst. Außerdem erschien ein Album mit Jazz-Standards, Greens. Besonders populär war der Song „Es steht ein Haus in New Orleans“. Noch heute sehr bekannt sind seine Auftritte bei den Veranstaltungen Lyrik – Jazz – Prosa, von denen mehrere Mitschnitte veröffentlicht wurden. Die beiden von Krug rezitierten Stücke „Die Kuh im Propeller“ (von Michail Soschtschenko) und „Der Flaschenzug“ können aufgrund seiner Interpretation noch heute viele Bürger der ehemaligen DDR auswendig. Krug trat auch in zahlreichen Fernsehsendungen auf und arbeitete als Synchronsprecher, beispielsweise im Film „Eolomea“.